Eine kurze Bitte an alle Dummybegeisterte:

Bitte verwendet uns zur Verfügung gestellte Reviere VOR und NACH Seminaren/Prüfungen nicht ungefragt als Trainingsgelände.
Wir sind froh um jedes Revier, das wir nutzen können bzw. dürfen und wollen diese Möglichkeiten auf diese Art und Weise nicht verlieren. Es ist nicht leicht geeignete Reviere zu finden, in denen wir (immer mal wieder) Veranstaltungen durchführen können.
Wir bitten um Euer Verständnis!

Meisternasen im Einsatz
(von Heike Garner)

Am 12.08.2012 fand in der Nähe von Siegenburg in Niederbayern ein Mantrailingseminar für Anfänger und Fortgeschrittene statt, das von Andrea Millet geleitet wurde.

Gleich nach unserer Ankunft wurden alle Teilnehmer und begleitenden Familienmitglieder auf das herzlichste von der Gastgeberin, Heike Mayerhofer, begrüßt und mit Kaffee und kalten Getränken versorgt. Unser Treffpunkt und Mittelpunkt für diesen Tag war ein landschaftlich wunderschön gelegener Bauernhof mit einem abwechslungsreichen und durchaus anspruchsvollen Trainingsgelände. 

Insgesamt  8 Hundeführer warteten gespannt auf die kommenden Herausforderungen für sich und ihren Hund, wobei der jüngste vierbeinige Teilnehmer erst 10 Monate alt war und der Senior unter ihnen bereits  stolze 11 Jahre. 

Und dann ging es auch schon los. Wir wurden von Andrea zunächst theoretisch Schritt für Schritt, vom Anlegen des Geschirrs bis hin zum Auffinden der gesuchten Person  in den Aufbau eines Trails eingewiesen und konnten sie anschließend dabei beobachten, wie sie in der Praxis mit ihrem Hund eine Suche durchführt.  Mit diesen Informationen ausgerüstet ging es dann für jeden von uns einzeln  an die Arbeit, d.h. jeder Hund hat sich mit dem „Opfer“ (der Person, die er finden sollte) vertraut gemacht, den  Geruchsgegenstand dieser Person beschnuppert und beim ersten Trail sein Opfer noch beobachtet, wie es sich mit der späteren Belohnung entfernt. Auf ging’s  mit gespannter Leine - was zunächst für unsere Hunde etwas ungewöhnlich war - auf die Suche Richtung Opfer und der eine oder andere fragende Blick des Hundes hat durchaus noch signalisiert, dass er sich seiner Sache noch nicht ganz sicher war. Doch diese Zweifel waren schnell ausgeräumt und die Freude bei  Mensch und Hund war groß, wenn das Opfer gefunden wurde und die Hunde mit Begeisterung das Lob und den Leckerli-Jackpot genießen konnten.

Nach einer zweiten Trailing-Runde, dieses Mal teilweise schon ohne Blick auf das weggehende Opfer, ging es für alle in die wohlverdiente Mittagspause.

Heike hat mit sehr viel Liebe ein nicht nur reichhaltiges, sondern auch ausgesprochen schmackhaftes Mittagessen zubereitet und wir waren uns alle einig: „Das ist jetzt unser Jackpot!“

Der Nachmittag begann mit einer ca. 45-minütigen theoretischen Vertiefung der notwendigen Kenntnisse über das Mantrailing, die wir auch noch in Stichpunkten schriftlich bekommen haben und anschließend ging es wieder ins Gelände. Andrea hat dem Ausbildungsstand der Hunde entsprechend nochmals für jeden zwei Trails gestaltet und schon die ersten kleineren Schwierigkeiten eingebaut. So war für alle etwas geboten, von der Einführung in das Mantrailing bis hin zur Vertiefung und Fortführung der ersten Trainingsschritte.    

Die Zeit verging für uns wie im Flug und ehe wir uns umsahen, ging der Seminartag auch schon dem Ende zu. Wer mochte, konnte sich  abschließend bei einem tollen Abendessen von Heike nochmals verwöhnen lassen.

Was habe ich persönlich  von diesem Tag mitgenommen? Nun, ich habe mich zunächst einmal sehr gefreut, dass die BZG Oberbayern diesen Tag angeboten hat, um eine sinnvolle, artgerechte Beschäftigung mit dem Hund vorzustellen,  bei der er seine Nase optimal einsetzen kann. Andrea führte uns und unsere Hunde mit einer wohltuenden Ruhe und Souveränität in das Mantrailing ein und ihr Mann Torsten war freundlicher Weise sogar den ganzen Tag als Kameramann aktiv. Dadurch hat jeder später noch einmal die Gelegenheit, ein Feedback über seine Arbeit mit dem Hund zu erhalten. Mantrailing ist in jedem Fall eine Beschäftigung, bei der das Mensch-Hund-Team sehr viel Spaß hat und es ist eine Aufgabe, die schwerpunktmäßig oder als Ergänzung zu anderen Trainingsarbeiten eingesetzt werden  kann. Last but not least: es hat sich bei diesem Treffen eine Gruppe zusammengefunden, die sehr harmonisch und kurzweilig miteinander trainiert hat, so dass jeder rundum zufrieden die Heimreise antreten konnte.    

P.S. Unser Hund schnarcht tief, wenn er einen erfolgreichen, aufregenden Tag hinter sich hat und an diesem   Abend  hat er geschnarcht wie ein Bär!

Heike Garner
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